Wäller Brot schneidet sehr gut ab

WWZ 13 11 2019Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz (links) testet zusammen mit Hubert Quirmbach (Mitte) und Frank Remy 76 Teigwaren. Foto: Susanne WillkeWesterwaldkreis. Der ganze Raum duftet nach Brot und Brötchen, als Hubert Quirmbach, Obermeister der Bäckerinnung, zusammen mit Bäckermeister Frank Remy und Karl-Ernst Schmalz, Brotprüfer des Deutschen Brotinstitutes, 44 verschiedene Brote, 28 verschiedene Brötchen sowie vier verschiedene Stollen zu verkosten hatten.

39 Prozent der Brote schnitten mit sehr gut ab. „Im Westerwald wird allgemein sehr gutes Brot gebacken“, sagt Hubert Quirmbach. Es läge bundesweit im oberen Durchschnitt, freut sich der Westerwälder über das Ergebnis. Das bestätigt Karl-Ernst Schmalz und nennt es ein hervorragendes Ergebnis: „Die Kunden können sehr zufrieden sein.“ Das Westerwälder Brot sei sehr aromatisch, sehr gut durchgebacken. Die Kruste mache dabei 80 Prozent des Geschmacks aus.

Im Einzugsbereich der Bäcker-Innung Rhein-Westerwald schnitten 17 von 44 eingereichten Broten (39 Prozent) mit sehr gut und 22 (50 Prozent) mit gut. Von den 28 eingereichten Brötchen schnitten 15 mit sehr gut (54 Prozent) und acht (29 Prozent) mit gut ab, von den vier Stollen waren zwei sehr gut und zwei gut.

Getestet werden die Backwaren auf Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch und natürlich auf den Geschmack. Getestet wird von außen nach innen, erklärt Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz.
Das Deutsche Brotinstitut führt in ganz Deutschland Qualitätsprüfungen von Backwaren durch, an denen sich handwerkliche Bäckereien auf freiwilliger Basis beteiligen können. Das Ziel des Qualitätstests ist es, Bäckereien dabei zu helfen, ihre Brote, Brötchen und Stollen zu verbessern, um somit erstklassige Qualität bieten zu können. Deshalb führt auch die Bäcker-Innung Rhein-Westerwald regelmäßig für die Innungsmitglieder der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald eine Prüfung durch.

Allein die Zahl der Teilnehmer könnte im Westerwald höher sein, bedauert Karl-Ernst Schmalz, da stecke noch sehr viel mehr Potenzial drin.

Um den nächstgelegenen guten Bäcker zu finden, bietet das Deutsche Brotinstitut die „Die Bäckerfinder App“.

Quelle: Westerwälder Zeitung v. 13.11.2019