Ein Brot wie zu Raiffeisens Zeiten

Bäcker-Innung Rhein-Westerwald präsentiert ihr Produkt zum Jubiläum – Verkauf bei Eröffnung des Kultursommers

5b1fe631471bc7d fotoDer Vorstand der Bäcker-Innung Rhein-Westerwald gibt Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig einen Vorgeschmack auf das Brot, das bei der Kultursommer-Eröffnung gebacken werden soll. Foto: Christina NoverNeuwied. Roggen, Weizen und Emmer-Einkorn, das sind die Hauptbestandteile des Jubiläumsbrots zu Ehren von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, das die Bäcker-Innung Rhein-Westerwald nun vorgestellt hat. Das Rezept hat der Vorstand der Innung ausgetüftelt – in Anlehnung an die Zutaten, die zu Raiffeisens Zeiten zur Verfügung standen.

Beim Emmer-Einkorn handelt es sich um ein sogenanntes Ur-Getreide. Kein Wunder, dass der Neuwieder Bäcker Jens Preißing den Geschmack des Raiffeisenbrots als „herzhaft und urig“ beschreibt. Für zwei Euro werden die Brotlaibe bei der Kultursommer-Eröffnung Ende des Monats verkauft – ein Euro davon wird für einen guten Zweck gespendet.

Die beteiligten Bäcker haben sich vorgenommen, insgesamt 5000 der Raiffeisen-Brote an den Mann zu bringen. „Das ist schon eine Hausnummer“, meint Preißing und ergänzt mit Hinblick auf das Motto der Kultursommer-Eröffnung: „Aber was einer nicht backt, backen viele.“

Acht bis zehn Bäcker werden am Sonntag, 29. April, ab 11 Uhr an der Ecke Luisenstraße und Schlossstraße mit zwei Holzbacköfen Stellung beziehen und ein Schaubacken veranstalten.

Da die Herstellung der Brote mehrere Stunden in Anspruch nimmt, werden die Bäcker die Brote schon vorbereiten und vor Ort lediglich fertig backen. Wer selbst Lust hat, die Hände in Teig zu tauchen, der kann dies allerdings in einem Backzelt, in dem einfache Backwaren gefertigt werden.

„Es geht vor allem darum, Kindern dieses Handwerk wieder näherzubringen“, erklärt Fred Kutscher, Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald in Neuwied.

Bereits Ende März war das kreisübergreifende Projekt „Vom Korn zum Brot“ gestartet, bei dem Kindergarten- und Schulkinder entlang der „Raiffeisenstraße“ von Hamm über Weyerbusch und Flammersfeld bis nach Neuwied Pflanzkisten mit Getreidekörnern erhalten hatten.

Das Besondere am Jubiläumsbrot ist übrigens nicht nur das Emmer-Einkorn, sondern auch eine Backoblate, die das Konterfei von Raiffeisen ziert.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 20. April 2018